Ein Hubschrauber wird mit drei unterschiedlichen Steuern gesteuert. Der Steuerknüppel, oder auch Stick (zyklische Steuerung) genannt wird im Schwebeflug verwendet um den Hubschrauber nach links, rechst, vorne oder hinten zu bewegen. Im Vorwärtsflug werden durch den Stick die Kurven oder das Steigen und Sinken eingeleitet. Mit den Pedalen kann der Hubschrauber um die Hochachse an Ort gedreht werden, und mit dem kollektiv Steuerhebel steuert der Pilot das Steigen und Sinken im Schwebeflug, und zusammen mit dem Stick (zyklische Steuerung) die Geschwindigkeit im Vorwärtsflug. (Abb. 1)

Abb. 1
Bei jedem Hubschrauber wird der Steuerknüppel mit der rechten Hand und der kollektiv Steuerhebel mit der Linken bedient. Die Füße werden gebraucht um über die Pedale den Heckrotor zu steuern. Wegen der Instabilität eines Hubschraubers darf der Stick (zyklische Steuerung) im Flug nicht losgelassen werden, es sei denn der Heli ist mit einem automatischen Stabilisierungssystem ausgerüstet.
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Sobald der
Pilot am kollektiv Steuerhebel nach oben zieht, wird der
Anstellwinkel aller Rotorblätter um den gleichen Betrag erhöht. Dadurch
nimmt der Gesamtauftrieb zu und der Helikopter beginnt zu steigen.
Sinngemäß verringert sich der Anstellwinkel, wenn der Pilot den kollektiv Steuerhebel
nach unten drückt.
(Abb. 2) |
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Wird der
Stick nach vorne gedrückt, wird der Anstellwinkel der Rotorblätter
während einer Umdrehung kontinuierlich geändert. Durch den
unterschiedlichen Auftrieb wird die Rotorblattebene nach vorne geneigt.
Selbstverständlich neigt sich die Ebene nach hinten, sobald der Pilot den
Stick (zyklische Steuerung)
nach hinten zieht.
(Abb. 3) Beispiel "ZYKLISCHE" Blattbewegung:
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Dasselbe
wie oben beschrieben geschieht, wenn der Pilot den Stick
(zyklische Steuerung)
entweder nach rechts oder nach links drückt.
(Abb. 4) |
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Mit den
Pedalen wird der Anstellwinkel aller Heckrotorblätter um den gleichen
Betrag verstellt (ähnlich der Kollektiv Steuerhebel
Blattverstellung am Hauptrotor). Dadurch erhöht oder verringert sich der
Heckrotorschub. (Abb. 5) |
Die ganze Sache mit der Steuerung hat nur einen kleinen Haken. Sobald der Pilot an einem der drei Steuer etwas verändert, muss er an den beiden Anderen ebenfalls korrigieren. Wie wir wissen, muss der Pilot am kollektiv Steuerhebel ziehen wenn er im Schwebeflug etwas steigen will. Dies bewirkt nun, dass durch den größeren Anstellwinkel der Rotorblätter (und dadurch erhöhter Luftwiderstand) das Drehmoment zunimmt. Dadurch beginnt sich der Hubschrauber um die Hochachse zu drehen, was nur mit einer Korrektur am Heckrotor verhindert werden kann. Da nun der Heckrotor einen größeren seitlichen Schub liefert, wird auch die seitliche Versetzung des Hubschraubers vergrößert, was wiederum nur mit einer Korrektur am Stick (zyklische Steuerung) ausgeglichen werden kann. Man könnte meinen, dass sich der Hubschrauber nun in einem stabilen Schwebeflug befindet. Dem ist leider nicht so!! Wegen der äußeren Einflüsse (vor allem Wind) und den nicht konstanten Verwirbelungen rund um den Hubschrauber muss der Pilot immer an allen Steuern korrigieren, um einen stabilen Schwebeflug zu halten. Die große Schwierigkeit besteht darin all diese kleinen Korrekturen richtig zu koordinieren. Erst wenn ein Pilotenschüler nicht mehr studieren muss an welchem Steuer er nun korrigieren soll, kann er den Helikopter in einem mehr oder weniger stabilen Schwebeflug halten. Und um diesen Automatismus ein zu trainieren braucht es einige Zeit und viel Mühe.