Astroaufnahmen des Jahres 2022

Messier 106 oder NGC 4258 ist eine Balken-Spiralgalaxie

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Messier 106 oder NGC 4258 ist eine Balken-Spiralgalaxie mit den Abmessungen 18′,6 × 7′,2 und der scheinbaren Helligkeit von 8,3 mag im Sternbild Canes Venatici. Mit einer Entfernung von etwa 23 Mio. Lj. liegt die Galaxie in der Umgebung mehrerer Galaxiengruppen. Zum Beispiel die Ursa-Major-Gruppe, die Coma-Sculptor-Gruppe, die Canes-Venatici-I-Gruppe oder die Canes-Venatici-II-Gruppe.
Die Galaxie hat einen Durchmesser von etwa 135000 Lj. 
Aufgenommen in 2 Nächten im Jänner 2022 am Geschriebenstein im Burgenland und auf der Brunnalm in der Steiermark.
Belichtung: ca. 4,5 Std. in L-RGB.
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268M, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2 und Lacerta MFOC2.
Bildbearbeitung: PI & PS.    Version:  10.07.2022    (c) Herfried Exl

Die M81 und M82 Gruppe

Die M81 und M82 Gruppe erstreckt sich über die Sternbilder Großer Bär und Giraffe. Die Distanz von unserer Sonne zum Zentrum  des Galaxienhaufens beträgt ca. 12 Millionen Lichtjahre. Die M81 Gruppe ist eine Galaxiengruppe, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur so genannten „Lokalen Gruppe“ befindet. Zur Lokalen Gruppe gehören neben der Milchstraße auch die Andromedagalaxie. Die beiden bekanntesten Galaxien der Gruppe, M81 und M82 wurden am 31. Dezember 1774 vom detschen Astronomen Johann Elert Bode entdeckt.
Aufgenommen in 4 Nächten im März 2022 auf der Ebenwaldhöhe in Niederösterreich und am Geschriebenstein im Burgenland.
Belichtung ca. 18 Stunden in L-RGB und Ha.
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268m, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2, Lacerta MFOC2.
Ausarbeitung mit PI & PS und N.I.N.A..      (c)  Herfried Exl

Messier 101 auch als NGC 5457 Pinwheel-Galaxie oder Feuerrad-Galaxie

Messier 101 auch als NGC 5457, Pinwheel-Galaxie oder Feuerrad-Galaxie bezeichnet, ist eine Spiralgalaxie mit den Abmessungen 28,8′ × 26,9′ und der scheinbaren Helligkeit von 7,5 mag im Sternbild Großer Bär.
Ihre Entfernung beträgt rund 16 Millionen Lichtjahre, ihr Durchmesser 170000 Lj.
Aufgenommen in 3 Nächten im März 2022 auf der Ebenwaldhöhe in Niederösterreich und auf der Brunnalm in der Steiermark.
Belichtung: ca. 12 Std. in L-RGB Ha.
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268M, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2 und Lacerta MFOC2.
Bildbearbeitung: PI & PS.    (c) Herfried Exl

Messier 13 oder M13 auch bekannt als Herkuleshaufen oder NGC 6205

Messier 13 oder M13, auch bekannt als Herkuleshaufen oder NGC 6205, ist ein sehr heller Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules.
Er umfasst mindestens 500000 Sterne. M13 ist der hellste Kugelsternhaufen am Nordhimmel und wurde schon 1714 von dem englischen Astronomen Sir Edmond Halley entdeckt. Er ist etwa 25100 Lichtjahre von der Sonne entfernt, hat die 300000-fache Leuchtkraft der Sonne und einen Durchmesser von 150 Lichtjahren.
Aufgenommen in 2 Nächten am 02. und 03. Juli 2022 in Enzesfeld-Lindabrunn in Niederösterreich.
Belichtung ca. 2 Std. in L-RGB.
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268M, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2 und Lacerta MFOC2. 
Bildbearbeitung mit PI & PS.     Version: 19.12.2022    (c) Herfried Exl

NGC 6960 der Cirrusnebel ist ein Teil des Cirrusnebel-Komplexes

NGC 6960 der Cirrusnebel, ist ein Teil des Cirrusnebel-Komplexes – einem Supernova-Überrest im Sternbild Schwan, der vor ca. 8000 Jahren entstand. Aufgrund seines Erscheinungsbildes ist dieser schöne Emissions- und Reflexionsnebel allgemein hin als „Sturmvogel“ bekannt.
Der helle Stern in der Mitte ist 52 Cyg (4,2 mag). Entdeckt wurde NGC 6969 am 7. September 1784 von William Herschel.
Radius ca. 50 Lj.. Entfernung ca. 1500 Lj..
Aufgenommen in 3 Nächten am 03., 19. und 24. Juli 2022 in Enzesfeld-Lindabrunn in Niederösterreich und auf der Ebenwaldhöhe in Niederösterreich.
Gesamtbelichtung:  9 Std. 15 min..
Lum: 26min.15sec., Red: 12min.45sec., Green: 12min., Blue: 12min., Ha: 2Std.48min., OIII: 2Std.36min., SII: 2Std.48min.. LRGB je 45sec. Ha, OIII, SII je 720sec..
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268M, QHYCFW3, Baader Filter CMOS-optimized 6,5nm f/2, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2, Lacerta MFOC2 und N.I.N.A.
Ausarbeitung in SHO mit PI & PS.     Version: 02.01.2023     (c) Herfried Exl

Bei NGC 7023 handelt es sich um einen kleinen offenen Sternhaufen

Bei NGC 7023 handelt es sich um einen kleinen, offenen Sternhaufen, welcher von einen schwachen Staubnebel (LBN 487) umhüllt ist. 
Er wurde am 18. Oktober 1794 vom deutsch-britischen Astronomen Wilhelm Herschel entdeckt.
Dreyer beschrieb NGC 7023 als einen Stern 7. Grösse, eingebettet in einen sehr schwachen aber großen Nebel.
Der Spitzame «Irisnebel» bezieht sich aufgrund von Farbe und Form auf die blauen Blüten der Schwertlilie (Iris versicolor) und nicht die Regenbogenhaut des Auges. Entfernung ca. 1300 Lichtjahre. Beim Stern HD 200775 handelt es sich um einen heissen, blauen Herbig Be Stern mit einer scheinbaren Helligkeit von etwa 7.4 Magnituden. Er gibt das meiste seiner Strahlung im UV-Bereich ab.
Die Masse wird auf das etwa 10 bis 15-fache der Sonne geschätzt und das Alter auf 100000 Jahre.
Aufgenommen am 01. August 2022 am Geschriebenstein im Burgenland.
Gesamtbelichtung in LRGB ca. 2 Stunden.
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268M, QHYCFW3, Baader LRGB Filter, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2 und Lacerta MFOC2.
Ausarbeitung in LRGB mit PI & PS.     Version vom: 09.08.2022      (c) Herfried Exl

Der riesige “Tintenfischnebel” ist als Ou4 katalogisiert und zusammen mit Sh2-129 auch bekannt als fliegende Fledermausnebel oder “the flying bat and giant squid nebula”

Der riesige “Tintenfischnebel” ist als Ou4 katalogisiert und zusammen mit Sh2-129 auch bekannt als fliegende Fledermausnebel, oder “the flying bat and giant squid nebula” Das Feld ist 3 Grad bzw. 6 Vollmonde breit.
Der Tintenfischnebel wurde 2011 vom französischen Astrofotografen Nicolas Outters entdeckt.
Seine reizende bipolare Form erkennen wir hier an den speziellen blau-grünen Emissionen doppelt ionisierter Sauerstoffatome.
Der Tintenfischnebel ist anscheinend von der rötlichen Wasserstoffemissionsregion Sh2-129 vollständig umgeben. Trotzdem waren seine tatsächliche Entfernung und Natur schwierig zu bestimmen. Doch eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Ou4 etwa 2300 Lichtjahre entfernt ist und wirklich im Inneren von Sh2-129 liegt. Dementsprechend wäre Ou4 ein spektakulärer Ausstrom von HR8119, einem Dreifachsystem heißer massereicher Sterne, die wir im Zentrum des Nebels sehen.
Der wahrhaft gewaltige Tintenfischnebel ist physisch fast 50 Lichtjahre groß.
Aufgenommen am 03. und 04. August 2022 auf der Steyersberger Schwaig in Niederösterreich.
Belichtung: Lum: 28x45sec., Red: 12x45sec., Green: 12x45sec., Blue: 12x45sec., Ha: 21x720sec., OIII: 12x720sec., OIII: 11x900sec..
Gesamtbelichtung ca. 10 Stunden.
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268M, QHYCFW3, Baader Filter CMOS-optimized 6,5nm f/2, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2 und Lacerta MFOC2.
Bildbearbeitung in HOO mit RGB Sternen. PI & PS.     Version: 25.12.2022     (c) Herfried Exl

Abell 85 auch bekannt als CTB 1 ist ein großer Supernova-Rest

Abell 85, auch bekannt als CTB 1, ist ein großer Supernova-Rest, der sich im Sternbild Cassiopeia befindet.
Der südliche Teil der Supernova-Blase schaffte es auch in denLynds Bright Nebula Catalogue als LBN 576. Ursprünglich von George Abell als planetarer Nebel katalogisiert, wurde schnell klar, dass es sich um einen Supernova-Rest handelt. Abell 85 wurde auch als Radioquelle anerkannt und erhielt die Alternativbezeichnung CTB 1. Auf der linken Seite des Feldes befinden sich ein kleiner Reflexionsnebel (GN 23.50.6.03), der in diesem Bild deutlich sichtbar ist, und ein kleiner möglicher planetarischer Nebel (We 2-262). Abell 85 hat relativ schwache OIII und H-Beta-Emissionen im Vergleich zu den traditionellen Supernova-Überresten Spektren von H-alpha, NII und SII.
Tatsächlich wird dieses Objekt daher oft als eines der schwierigsten Objekte für die visuelle Beobachtungangesehen und stellt nach wie vor eine große Herausforderung für die Astro-Fotografie dar.
Aufgenommen am 24. und 29. August 2022 auf dem Fuscher Törl im wunderschönen Großglocknergebiet in den österreichischen Alpen.
Belichtung: Lum: 12x45sec., Red: 12x45sec., Green: 12x45sec., Blue: 12x45sec., Ha: 17x900sec., OIII: 9x720sec., OIII: 6x900sec..
Gesamtbelichtung 8 Std. 9 min..
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268M, QHYCFW3, Baader Filter CMOS-optimized 6,5nm f/2, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2 und Lacerta MFOC2.
Ausarbeitung in HOO mit RGB Sternen und PI & PS.     Version: 26.12.2022      (c) Herfried Exl

Sh2-157 oder Hummerscheren-Nebel ist ein großes Emissionsnebelgebiet im Sternbild Kassiopeia

Sh2-157 oder Hummerscheren-Nebel, ist ein großes Emissionsnebelgebiet im Sternbild Kassiopeia welches neben dem Ha, OIII auch in SII deutliche Strukturen zeigt. Im unteren mittigen Bildbereich ist bei einem helleren Stern das Herbig-Haro-Objekt HH170 zu erkennen.
Dabei handelt es sich um, von einem Stern abgestoßene Gas, welches auf interstellaren Staub trifft.
Am unteren rechten Bildrand erkennt man die leuchtenden Ausläufer des Nebelgebietes um NGC7635. Ein heller kompakter offener Sternhaufen NGC7510 ist am linken Rand von Sh2-157, auf etwa 8Uhr erkennbar – markant seine länglich gestreckte Form.
Ganz am linken Bildrand findet man den kleinen Emissionsnebel IC1470.
Aufgenommen am 21. und 22. September 2022 auf dem Fuscher Törl in ca. 2400m Höhe im wunderschönen Großglocknergebiet in den österreichischen Alpen.
Belichtung: Lum: 59x60sec., Red: 16x60sec., Green: 16x60sec., Blue: 16x60sec., Ha: 15x900sec., OIII: 7x900sec., OIII: 8x1200sec., SII: 7x900sec., SII: 7x1200sec..
Gesamtbelichtungszeit: 14 Stunden.
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268M, QHYCFW3, Baader Filter CMOS-optimized 6,5nm f/2, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2 und Lacerta MFOC.
Ausarbeitung in SHO mit RGB Sternen mit PI & PS.     Version: 29.12.2022     (c) Herfried Exl

Sharpless Sh2-200 oder PNG 138.1+04.1 oder auch bekannt als HDW 2 (Hartl-Dengl-Weinberger 2)

Der kleine Planetarische Nebel PN LDu 14, PN G137.7+03.3
Ausarbeitung vom 30.01.2024

http://planetarynebulae.net/EN/page_np.php?id=100

Der kleine Planetarische Nebel PN LDu 14, PN G137.7+03.3
Ausarbeitung vom 26.04.2023

http://planetarynebulae.net/EN/page_np.php?id=100

Planetarischer Nebel:
PN LDu 14, (PN G137.7+03.3)

Ha  9 h 00 min.

Planetarischer Nebel:
PN LDu 14, (PN G137.7+03.3)

OIII  4 h 40 min.

Sharpless Sh2-200 oder PNG 138.1+04.1 oder auch bekannt als HDW 2 (Hartl-Dengl-Weinberger 2), ist ein recht alter Planetarischer Nebel (PN) im Sternbild Kassiopeia. Im englischen nennt man den Nebel auch „Bearclaw nebula“ – zu deutsch „Bärentatzen-Nebel“. Der helle Teil des Objekts hat einen Durchmesser von etwa 6′, Norden ist oben. Es handelt sich um ein wenig studiertes Objekt, das zunächst als H-II-Region katalogisiert wurde. Erst 1983 wurde es als planetarischer Nebel erkannt, in einer Studie über einige Nebel ungewöhnlichen Aussehens. 
Seine Entfernung wird auf ca. 3590 Lichtjahre geschätzt. Nach W.A. Weidmann und R. Gamen, die die Zentralsterne von verschiedenen PN untersucht haben, ist der Zentralstern von HDW 2 ein Binärstern.
Die Farbe des Objekts ist eine Mischung aus dem blau/grünen OIII und rot/magenta Ha. Der Planetarische Nebel ist fast kugelförmig mit ausgeprägten Streifen und einem dunkleren Bereich nach Süden, umgeben von einem dünnen Spalt. Was wie ein äußerer heller H-Alpha Ring oder Halo aussieht, ist vermutlich der Rand einer ausgedehnten, kugelförmigen Hülle aus einem anderen früheren explosiven Ereignis. Dieser schwache Halo reicht bis zu einem kleinen offenen Sternencluster, Trumpler 3.
In meiner Aufnahme kann man rechts unten den schwachen kleinen runden Planetarischen Nebel PN LDu 14, PN G137.7+03.3 erkennen.
Aufgenommen am 26. und 27. Oktober 2022 auf dem Fuscher Törl in ca. 2400m Höhe im wunderschönen Großglocknergebiet in den  österreichischen Alpen.
Belichtung: Red: 16x120sec., Green: 16x120sec., Blue: 16x120sec., Ha: 27x1200sec., OIII: 14x1200sec.
Gesamtbelichtungszeit: 15h 16min..
Ausarbeitung in HOO mit RGB Sternen.
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268M, QHYCFW3, Baader Filter CMOS-optimized 6,5nm f/2, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2, Lacerta MFOC2 und N.I.N.A.
Bildbearbeitung: PI & PS.      Version: 30.01.2024      (c) Herfried Exl

IC 1848 der Seelennebel auch Sharpless 2-199 oder LBN 667 ist ein Emissionsnebel

IC 1848 der Seelennebel auch Sharpless 2-199 oder LBN 667 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia im Perseus-Arm der Milchstraße. Im Nebel befindet sich mehrere kleine offene Sternhaufen und eine als W5 bekannte Radioquelle.
IC1848 ist etwa 7500 Lichtjahre von uns entfernt und hat am Himmel eine Ausdehnung von etwa 40´ x 10´.
Die scheinbare Helligkeit beträgt 12,5mag. Direkt neben IC1848 befindet sich der Herznebel IC1805 und etwas abgelegener der offene Doppelsternhaufen h und Chi Persei. Zusammen mit IC1805 bildet IC1848 ein zusammenhängendes Sternentstehungsgebiet im Perseusarm unserer Milchstraße. 
Aufgenommen am 28. und 29. Oktober 2022 auf dem Fuscher Törl in ca. 2400m Höhe im wunderschönen Großglocknergebiet in den österreichischen Alpen.
Belichtung: Red: 16x120sec., Green: 16x120sec., Blue: 16x120sec., Lum: 49x60sec., Ha: 16x900sec., OIII: 15x900sec., SII: 16x900sec..
Gesamtbelichtungszeit: 14h 10min..
Takahashi Epsilon 160ED, QHY268M, QHYCFW3, Baader Filter CMOS-optimized 6,5nm f/2, Ioptron iEQ45, Lacerta MGEN2 und Lacerta MFOC2.
Version: 26.03.2023       (c) Herfried Exl

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